Veröffentlicht am 04. März 2020

Vivantes Pathologie

Die Vivantes Pathologie, die Krankheitslehre und Krankheitsforschung, beschäftigt sich mit den Ursachen von Erkrankungen oder krankhaften Zuständen im Körper. Damit ist die Pathologie wichtiger Ansprechpartner für die Ärztinnen und Ärzte nahezu aller medizinischer Fachbereiche und elementarer Baustein im Netzwerk für Gesundheit.

Über die Pathologie

TV-Serien haben der Pathologie jüngst zu großer Popularität verholfen. Aber sie vermitteln ein schiefes Bild: Das größte Aufgabengebiet der Pathologie ist nämlich nicht die rechtsmedizinische Untersuchung Verstorbener, sondern zu 98 Prozent die Untersuchung von Gewebeproben lebender Patienten. Das geschieht zum Teil sogar »intraoperativ«, also während die OP zeitgleich läuft, zum Beispiel bei Krebspatienten.

Das Fach Pathologie (»Krankheitslehre«) ist eine der Grundlagen der Medizin, sein Gegenstand ist die Erforschung und Diagnose krankhafter Veränderungen. Rudolf Virchow, der Begründer der modernen Pathologie, konzipiert Ende der 1860er Jahre mit dem Baumeister Martin Gropius das Krankenhaus im Friedrichshain und insbesondere dessen Institut für Pathologie.

In den folgenden Jahren wirkten am Institut Carl Friedländer und der dänische Arzt Hans Christian Gram, der hier die nach ihm benannte »Gramfärbung« entwickelt, mit deren Hilfe bis heute grampositive und gramnegative Bakterien unterschieden werden. Auch David Paul von Hansemann und Ludwig Pick, einer der berühmtesten Pathologen seiner Zeit, waren hier tätig. Seither haben sich die Techniken jedoch gewandelt: Stand früher die Untersuchung Verstorbener im Zentrum der pathologischen Diagnostik, ist es heutzutage die Analyse von kleinen Gewebeproben und chirurgischen Präparaten lebender Patienten. Mit ihrer Arbeit, auch unter Einsatz moderner immunhistologischer und molekularpathologischer Methoden, liefert die Pathologie die Grundlage für die Einschätzung von Krankheitsverläufen und die Behandlung von Patienten: Sie ist »Lotse der Therapie«.

Leistungen der Pathologie bei Vivantes

Mit der Gründung von Vivantes wachsen die zunächst noch sieben unabhängigen Institute zusammen und bilden als Fachbereich Pathologie ein eigenes Netzwerk mit acht Standorten. Fünf dieser Standorte sind permanent besetzt und beim College of American Pathologists akkreditiert – ein international anerkannter Nachweis höchster Qualität.

Jährlich untersucht der Fachbereich 140.000 Proben von etwa 70.000 Patienten an 500.000 Schnittpräparaten mit den Techniken der Histologie, Zytologie, Immunhistologie und Molekularpathologie. Hinzu kommen 5.500 Schnellschnittuntersuchungen, die während zeitgleich laufender Operationen durchgeführt werden, sowie 4.000 molekularpathologische Untersuchungen und 350 Autopsien. Diese stellen nach wie vor eine wichtige Methode der Qualitätssicherung dar. Seit 2014 gibt es am Fachbereich ein Koordinationsbüro für die Gewebespende, ein Gemeinschaftsprojekt von Charité und Vivantes. Auch hiermit dient die Pathologie den Lebenden. Im Aufbau befindet sich derzeit die »digitale Pathologie«, mit deren Hilfe Proben in Zukunft überall auf der Welt in Echtzeit mitbegutachtet werden können.

Die organisatorische Zusammenfassung zu einem Fachbereich ermöglicht einheitliche und verbindliche Standards in der Pathologie. Durch die Umsetzung verbindlicher Leitlinien in der Pathologie wird für alle Kliniken von Vivantes eine einheitliche diagnostische Qualität gesichert.

 

Quelle: vivantes.de

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