Veröffentlicht am 10. Januar 2020

Tumorkonferenzen

Experten unterschiedlicher Fachrichtungen entscheiden gemeinsam

Es gibt zahlreiche bewährte Behandlungsverfahren für Krebserkrankungen. Da jede Tumorerkrankung anders ist, muss genau abgewogen werden, welches Vorgehen medizinisch und persönlich für einen Patienten am sinnvollsten erscheint und in welcher Reihenfolge vorgegangen werden soll.

Zu diesem Zweck finden bei Vivantes regelmäßig 14 Tumorkonferenzen (auch Tumorboard genannt) statt, zu denen Experten aus verschiedenen medizinischen Fachbereichen zusammenkommen, um gemeinsam für jeden Patienten die bestmögliche Behandlung abzustimmen. In einer Tumorkonferenz beraten sich regelmäßig Internisten (Hämatologen/Onkologen), Strahlentherapeuten, Chirurgen, Pathologen und Radiologen sowie Ärzte aus weiteren Fachrichtungen. Gemeinsam analysieren sie die Vorgeschichte des Patienten, die vorliegenden Untersuchungsergebnisse und bringen jeweils ihr Spezialwissen ein, um eine maßgeschneiderte Lösung für die einzelnen Behandlungsschritte zu erarbeiten. Standortübergreifend wird dies durch
die Nutzung moderner Technologien in Form von Videokonferenzen möglich.

Die enge Zusammenarbeit im Netzwerk spielt bei Vivantes durchgängig eine wichtige Rolle – auch über die Klinik hinaus: So nehmen auch niedergelassene Ärzte an Tumorkonferenzen teil, um die begonnene Behandlung gemeinsam und abgestimmt fortzusetzen. Aspekte des Datenschutzes werden dabei berücksichtigt. Die interdisziplinären Tumorkonferenzen bilden damit das Herzstück bei der Versorgung unserer Patienten.

Schwerpunkte

An den drei onkologischen Zentren von Vivantes beteiligen sich mehr als 110 Klinken, Fachabteilungen und Institute um Krebsbehandlung auf höchstem Niveau in Ihrer Nachbarschaft anzubieten. An den Zentren erfolgt die interdisziplinäre Therapieplanung und Versorgung. Alle Ärzte kooperieren mit den spezialisierten Fachabteilungen, so dass Patienten, unabhängig von der zuerst versorgenden Abteilung, in kürzester Zeit zu einem erfahrenden Krebsspezialisten gelangen. Unsere von der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie (DGHO), sowie der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizierte Zentren garantieren für die bestmöglichste Versorgung aller Krebserkrankungen.

Klinische Forschung

In den drei onkologischen Zentren von Vivantes werden jährlich über 10.000 Patienten mit Krebserkrankungen des gesamten onkologischen Spektrums behandelt.

Hierbei engagieren sich viele Ärzte neben der medizinischen Patientenversorgung in medizinischer Wissenschaft, universitärer Lehre, klinischer Forschung sowie in wissenschaftlichen Fachgesellschaften. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der Durchführung von klinischen Studien, mit welchen die Wirksamkeit neuer Therapien erforscht wird.

Zur Förderung und Koordinierung der Forschung und Wissenschaft im Konzern hat Vivantes das Direktorat Klinische Forschung und Akademische Lehre etabliert. Hier werden die wissenschaftlichen Aktivitäten gebündelt und unterstützt.

Information

Die Entwicklung neuer Wirkstoffe zur Behandlung von Krebserkrankungen ist ein langer Weg und erst nach etlichen Untersuchungen erhält ein Medikament die Zulassung in der Krebstherapie eingesetzt zu werden. Ein unerlässlicher Teil dieses Verfahrens sind klinische Studien. Mit diesen wird wissenschaftlich die Wirksamkeit eines neuen Präparates oder eines neuen Therapieverfahrens nachgewiesen. Erst nach Erbringen dieses Nachweises erhält der neue Wirkstoff bzw. das neue Therapieverfahren seine Zulassung und kann betroffenen Patienten zur Verfügung gestellt werden.

Für die Durchführung von klinischen Studien gibt es in Deutschland strenge Auflagen. So müssen bereits in vorklinischen Experimenten mögliche Nebenwirkungen und Auswirkungen auf den Menschen untersucht werden. Anschließend erfolgt die weitere Testung im Menschen in drei Phasen, in welchen unter enger Beobachtung schrittweise die Wirkung, Dosierung und Verträglichkeit des neuen Wirkstoffs untersucht wird.

Durch die Teilnahme an diesen Studien geben wir unseren Patienten die Möglichkeit, auf strikt freiwilliger Basis, von neuen Therapien zu profitieren. Hierdurch wird ein wichtiger Beitrag zum wissenschaftlichen Fortschritt in der Krebsversorgung aktueller, aber auch zukünftiger Patienten geleistet.

Versorgungsforschung

Die Versorgungsforschung beschäftigt sich mit dem Studium der Kranken- und Gesundheitsversorgung. Dies schließt sowohl medizinische als auch nicht-medizinische Maßnahmen ein. Hierbei kann es sich um die Analyse bestehender Strukturen handeln oder um die Einführung neuer Methoden und Maßnahmen.  

Gerade die Onkologie war die letzten Jahre geprägt von riesigen Fortschritten und einhergehend erfreulichen Verbesserungen der Therapien. Gleichzeitig stellen die neuen Therapiemöglichkeiten nicht nur finanziell das Gesundheitssystem vor neue Herausforderungen, auch strukturell und in der Umsetzung werden diese Entwicklungen eine fortlaufende Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen erfordern.

Gleichzeitig sind gerade in der komplexen und langwierigen Therapie onkologischer Erkrankungen weiterführende Angebote neben den therapeutischen Maßnahmen von besonderer Bedeutung. So kann durch die Einführung oder Verbesserung solcher additiven Maßnahmen oft sehr viel für Lebensqualität und Therapieerfolg erreicht werden.

Die Versorgungsforschung zeichnet sich durch den direkten Bezug zu Therapie und Versorgung von Patienten aus. Hierdurch haben Ergebnisse von Studien aus diesem Bereich oft eine unmittelbarere Auswirkung auf das Forschungsgebiet und das Leben der Patienten.

 

Quelle: vivantes.de

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