Veröffentlicht am 25. Juni 2015

Neue Ambulanz für Nuklearmedizin in Kreuzberg schließt Versorgungslücke

Ambulante nuklearmedizinische Diagnostik und Krebsbehandlungen gab es in den letzten Jahren in Kreuzberg nicht – nun hat im Vivantes Klinikum Am Urban eine nuklearmedizinische MVZ-Ambulanz (Medizinisches Versorgungszentrum) eröffnet, die diese Versorgungslücke schließt.

PD Dr. Michail Plotkin, Leiter der Nuklearmedizin bei Vivantes: "Durch die Erweiterung und Modernisierung der Nuklearmedizin profitieren die Kreuzberger Patienten. Wir schließen eine lokale Versorgungslücke, insbesondere in der Diagnostik von Schilddrüsenerkrankungen sowie in der Krebsdiagnostik und nuklearmedizinischen Therapie." Daher erwarte man eine große Nachfrage nach nuklearmedizinischen Untersuchungen seitens der Patienten.

Denn nicht nur onkologische Patienten werden hier nuklearmedizinisch untersucht und therapiert, sondern es ist auch Diagnostik der Schilddrüse, der Lungen, der Nieren und des Skelettsystems möglich. Das Angebot einer ambulanten nuklearmedizinischen Schilddrüsendiagnostik ist von besonderer Bedeutung, da das Vivantes Klinikum Am Urban vor kurzem ein neues Zentrum für endokrine Chirurgie eröffnet hat, in dem viele Schilddrüsenoperationen durchgeführt werden.

Zuvor gab es an dem Krankenhausstandort schon seit etwa 20 Jahren stationäre nuklearmedizinische Diagnostik. Nun wurde dort die gerätetechnische Ausrüstung modernisiert und das Leistungsangebot erweitert.

Neue Hightech-Therapie für Patienten mit Prostatakrebs und Knochenmetastasen

Neu in Kreuzberg ist beispielsweise die ambulante Radionuklidtherapie von Knochenmetastasen beim Prostatakrebs (sogenannte Xofigo-Therapie). Diese neuartige Therapie wurde erst 2014 zugelassen und kann auch Patienten helfen, bei denen sich die übliche Hormontherapie als nicht mehr wirksam erwiesen hat. Für die gezielte interne Bestrahlung wird ein radioaktiv markiertes Radioisotop (Alphastrahler) intravenös verabreicht, der dann gezielt gegen die Knochenmetastasen vorgeht: Das Radioisotop spürt die Krebszellen auf und bestrahlt diese direkt im Körperinneren - und zwar mit einem Radius von lediglich einem Zehntel eines Millimeters. Anders als bei einer Chemotherapie werden so andere sich teilende Zellen im Körper verschont. Die Radioaktivität wird danach vom Körper selbst abgebaut und größtenteils über den Stuhl ausgeschieden.

Radioaktive Kügelchen schädigen Lebertumore gezielt

Ein weiteres Beispiel für eine zielgerichtete ambulante Radionuklidtherapie, die im Vivantes Klinikum Am Urban bereits seit zwei Jahren stationär durchgeführt wird, ist die sogenannte SIRT-Therapie bei Patienten mit bösartigen Lebertumoren. Auch hierbei wird für eine interne Strahlenbehandlung ein radioaktives Medikament in Form von kleinsten Glaskügelchen über einen Katheter in die Leberarterie des Patienten eingebracht. Die Kügelchen werden von den Tumorzellen aufgenommen und schädigen den bösartigen Tumor gezielt, indem sie seine Blutversorgung unterbrechen und den Tumor dadurch schrumpfen lassen. Diese hochkomplexe Behandlung führen die drei Fachdisziplinen Radiologie, Nuklearmedizin und Gastroenterologie gemeinsam durch.

Drei Standorte: Vivantes Institut für Nuklearmedizin Mitte-Nord

Das Vivantes Institut für Nuklearmedizin Mitte-Nord versorgt an drei Standorten in Berlin Patienten: Neben der erweiterten Einrichtung in Kreuzberg mit nuklearmedizinischer Diagnostik gibt es einen Fachbereich Nuklearmedizin am Vivantes MVZ Spandau und am Vivantes MVZ Friedrichshain. Das MVZ Friedrichshain verfügt über kombinierte PET-CT und SPECT-CT Scanner. Diese Geräte überlagern Computertomogramme mit nuklearmedizinischen PET- und SPECT-Aufnahmen und bieten somit modernste diagnostische Verfahren zur Diagnostik vieler gutartiger und bösartiger Erkrankungen.

 

Quelle: vivantes.de

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