Veröffentlicht am 10. Juni 2020

Klinikum Am Urban

Mehr als 130 Jahre Geschichte

Das Vivantes Klinikum Am Urban blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Seit seiner Eröffnung im Jahr 1890 ist es ein Spiegel der medizinischen, gesellschaftlichen und politischen Geschichte Berlins.

Heute verfügt das das Haus über zwölf medizinische Fachabteilungen, eine zentrale Notaufnahme und rund 620 Betten. Pro Jahr werden etwa 65.000 Patientinnen und Patienten im Klinikum Am Urban behandelt.

Am 10. Juni 1980 wurde das Krankenhaus Am Urban als drittes städtisches Krankenhaus Berlins eröffnet. Geführt wurde das Haus von den beiden Ärztlichen Direktoren Albert Fraenkel und Werner Körte. Neben ihnen fanden weitere bedeutende Ärzte ihre berufliche Heimat im Krankenhaus Am Urban, so zum Beispiel der spätere Begründer der Behindertenfürsorge Konrad Biesalski sowie der bekannte Biochemiker Leonor Michaelis. Auch Alfred Döblin, der mit seinem Roman „Berlin Alexanderplatz“ später Weltruhm erlangte, arbeitete vor seiner Karriere als Schriftsteller als Arzt im Krankenhaus Am Urban.

In der Zeit des Nationalsozialismus war das Krankenhaus Am Urban Schauplatz von Verbrechen und so genannten Säuberungen: Jüdische Ärzte oder politisch anders Denkende wurden verhaftet, vertrieben und misshandelt. Im Sinne der NS-Rassenhygiene wurden außerdem Zwangssterilisationen und Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt.

1970 eröffnete der damalige Bundespräsident Gustav Heinemann den vom Architekten Peter Poelzig entworfenen und heute unter Denkmalschutz stehenden Neubau. Die Bettenanzahl verdoppelte sich durch diesen Erweiterungsbau auf 1.200.

Nach den großen Veränderungen, die die deutsche Wiedervereinigung für die Berliner Krankenhauslandschaft mit sich brachte, war das Krankenhaus Am Urban in den 1990er Jahren dann von Schließungsplänen des Berliner Senats bedroht, die abgewendet werden konnten.

Anfang 2001 begann ein neuer Abschnitt: Das Krankenhaus Am Urban wurde mit weiteren acht Berliner Krankenhäusern Teil der Net-Ge GmbH. Wenige Monate später fand man mit „Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH“ einen einprägsameren Namen, der heute für den größten kommunalen Krankenhauskonzern Deutschlands steht.

 

Quelle: vivantes.de

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