Veröffentlicht am 23. Februar 2020

Der Unerkannte

Es gibt Erkrankungen, die nur dadurch bekannt werden, dass ein Prominenter davon betroffen ist. So wie das Mundhöhlenkarzinom, an dessen Folgen kürzlich der bekannte Schauspieler Jan Fedder verstarb. Wird es im Frühstadium entdeckt, ist es meistens heilbar.

FAKTEN

1. Anzeichen von Mundhöhlenkrebs werden oft ignoriert, daher erfolgt die Diagnose spät.
2. Rund die Hälfte der an Mundhöhlenkrebs Erkrankten haben eine 5-JahresÜberlebensrate.
3. Ansprechpartner sind Zahnärztinnen und -ärzte, Mund-Kiefer-Chirurginnen und -Chirurgen, HNO-Ärztinnen und -Ärzte, Dermataloginnen und Dermatologen.

Sehr häufig bleibt Mund und Rachenkrebs lange Zeit unentdeckt. Symptome wie Heiserkeit, Hals- und Ohrenschmerzen, Reizhusten oder sogar stechende Schmerzen werden fehlinterpretiert oder verharmlost. Doch Veränderungen der Schleimhaut, offene Stellen oder Geschwüre im Mund, die länger anhalten oder wachsen, müssen ernst genommen werden! Überall auf den Schleimhäuten in Mund und Rachen – an Lippe, Zunge, Gaumen, an den Wangeninnenseiten oder in der Region der Mandeln – können sich Krebsgeschwüre entwickeln, von denen etwa 90 Prozent an der Oberfläche liegen. Sie sind gefährlich und tendieren dazu, bereits im Frühstadium Tochtergeschwulste, Metastasen, zu bilden. Um die 10.000 Menschen in Deutschland, so das Robert-Koch-Institut in Berlin, erkranken jährlich neu an Mund- und Rachenkrebs. Drei Viertel davon sind Männer, meist zwischen 55 und 65 Jahren alt. Bei ihnen steht diese Krebsart an siebter Stelle aller bösartigen Tumore. Frauen erkranken überwiegend zwischen dem 50. und 75. Lebensjahr und sind inzwischen zunehmend betroffen. Aktuell nehmen die Erkrankungen auch bei jüngeren Menschen zu, insgesamt steigen die Krebserkrankungen in Mund und Rachen weltweit an.

Risikofaktoren und Behandlung

Rund 90 Prozent der Betroffenen sind langjährige Raucher. Auffällig bei vielen Erkrankten ist auch ein übermäßiger Alkoholgenuss. Damit zählen Alkohol- und Nikotinmissbrauch zu den wichtigsten Risikofaktoren. Zu denen gehören ebenfalls schlechte Mundhygiene, einseitige vitaminarme Ernährung, hoher Konsum von Fleisch und gebratenen Speisen, mechanische Irritationen wie etwa chronische Druckstellen, genetische Veranlagung, virale Infektionen, vor allem Humane Papilloma-Viren (Warzenviren) und Pilzinfektionen. Die Therapie von Mundhöhlenkrebs hängt zunächst vom Ausmaß der Erkrankung ab. Wie ist der Tumor beschaffen, wie weit hat er sich bereits ausgedehnt, und wo liegt er? Die Entscheidung zu einer Operation, zur Strahlenbehandlung und Chemotherapie und die Frage, welche Behandlung hinsichtlich ihrer Risiken und ihres Nutzens die beste ist, sollten die Betroffenen eingehend mit ihren behandelnden Ärztinnen und Ärzten besprechen.

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