Veröffentlicht am 22. Februar 2018

Bewegung ist Therapie

Die Sporttherapie ist ein wichtiger Bereich im ambulanten Therapiezentrum der Vivantes Rehabilitation GmbH am Auguste-Viktoria-Klinikum. Das engagierte Therapeuten-Team unterstützt die Patienten auf ihrem Weg zu einer besseren Lebensqualität.

Durchschnittlich drei Wochen verbringt eine Patientin oder ein Patient in der ambulanten Reha in Berlin-Schöneberg. 220 Plätze aus den Bereichen der orthopädischen, kardiologischen, onkologischen und neurologischen Erkrankungen stehen den Rehabilitanden insgesamt zur Verfügung. Zu Beginn des Aufenthalts erhält jeder vom behandelnden Arzt vor Ort ein individuell auf seine Erkrankung zugeschnittenes Therapieprogramm. Das Reha-Team ist interdisziplinär ausgerichtet, man arbeitet eng zusammen. Ein Schwerpunkt in der Behandlung der Patienten ist die Sport- und Bewegungstherapie. Sie wird eingesetzt, um die eingeschränkte Bewegungsfreiheit einer Person teilweise oder vollständig wiederherzustellen. Die dabei angewandten Methoden kommen aus dem Feld der Sportwissenschaft: Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination. Weitere Behandlungsinhalte: Ergo- und Physiotherapie, physikalische (passive) Anwendungen wie Strom und Wärme und der pädagogische Teil, in dem es um die Erkrankung selbst geht, um das Wissen darum, den Umgang mit ihr und um die Förderung eines gesunden Lebensstils.

Aktives Leben trotz Krankheit

Rund 70 Prozent der gesamten Anwendungen, die dem Patienten während seines Rehabilitationsaufenthaltes zugutekommen, sind sport- und bewegungstherapeutische Maßnahmen. Kernstück der Sporttherapie ist die Medizinische Trainingstherapie (MTT), das dabei eingesetzte Therapiemittel ist das körperliche Training. „Wir können unsere Patienten nicht vollends gesundmachen, aber wir können ihnen dabei helfen, ihre Leistungsfähigkeit zu steigern, trotz ihrer Krankheit ein aktives Leben zu führen und damit ihre Lebensqualität zu verbessern oder wiederherzustellen“, sagt Björn Stroscher, Therapeutischer Leiter der Sport- und Physiotherapie. Die Einführung in die MTT erfolgt im Rahmen einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Sporttherapeuten und dem Patienten. Das Ergebnis ist ein persönlicher Trainingsplan, der im Verlauf des Rehabilitationsaufenthalts regelmäßig überprüft und immer wieder an das Rehabilitationsziel angepasst wird. Ergänzend werden dem Reha-Absolventen in Vorträgen Informationen zu den Themen Training, Sport und Veränderungen der Lebensgewohnheiten vermittelt. Dahinter steht das konkrete Ziel, ihm Hilfe zur Selbsthilfe zukommen zu lassen. Innerhalb eines vertrauensvollen Dialogs mit dem Therapeuten sollte es gelingen, seine Gesundheitskompetenz zu erweitern, sein Wissen rund um seine Erkrankung zu vertiefen und sein Selbstbewusstsein sowie auch seine Bereitschaft zu körperlicher Aktivität zu stärken.

Erfolge bei Krebs

In den letzten Jahren wurde immer deutlicher, wie wichtig die Unterstützung durch Sport- und Bewegungstherapie für die an Krebs erkrankten Patientinnen und Patienten ist. Beginnen sie nach der Diagnoseerstellung zeitnah mit Sport und Bewegung, können sie ihre Krankheit besser bewältigen. Sie erhalten sich ihre Muskelkraft und fühlen sich körperlich stärker, um die Nebenwirkungen der Tumorbehandlungen zu verkraften – darauf weisen Studien hin. Die Angebote der Sporttherapie werden von Betroffenen immer häufiger nachgefragt und ausgesprochen positiv bewertet. Der allgemeine Rat aus früheren Zeiten, „Wer krank ist, muss sich schonen“, gilt nicht mehr. Vielmehr muss es heißen: „Wer krank ist, sollte sich bewegen.

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