Veröffentlicht am 04. Januar 2021

Audiovisuelle Brille lenkt im Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum und im Vivantes Brustzentrum von Operationen ab

Kinoerlebnis statt Angst im OP

Da wird der OP-Saal zum Kinosaal: Immer mehr OPs werden mit regionaler Betäubung durchgeführt, die Patientinnen und Patienten bleiben dabei wach. Im Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum in Berlin Schöneberg und im Vivantes Brustzentrum im Kreuzberger Vivantes Klinikum Am Urban lenkt sie nun eine audiovisuelle Brille vom Operations-Geschehen ab. Durch die Ablenkung können Stress und Ängste während eines operativen Eingriffs abgebaut werden.

Weniger Aerosole bei Regionalanästhesien

Regionale Anästhesien sind ist für den Körper schonender als eine Vollnarkose und auch für das OP-Team in Corona-Zeiten sicherer, denn es werden weniger Aerosole gebildet und daher werden diese von verschiedenen medizinischen Fachgesellschaften empfohlen. Aufgrund gelockerter Covid-19-Einschränkungen können planbare Operationen derzeit wieder aufgenommen werden.

Prof. Dr. Christoph Raspé, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie am Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum berichtet von ersten Erfahrungen:„Wir haben die Brille schon bei orthopädischen und urologischen Eingriffen eingesetzt. Die Patientinnen und Patienten finden die neue Videobrille großartig und sind total begeistert. Denn während der Spinalanästhesien sind sie wach und können aus verschiedenen Videos aussuchen, die sie visuell und auditiv von der OP meist komplett ablenken.“

Gehirn ist mit positiven Eindrücken beschäftigt – nicht mit OP

Wie der Hersteller erklärt, treten angsteinflößende Eindrücke der OP in den Hintergrund und das Gehirn beschäftigt sich mit den positiven Eindrücken. Die Videobrille mit integrierten Kopfhörern kann auch vor der Operation und danach im Aufwachraum Aufregung und Angst reduzieren. Zwischen etwa 100 Filmen, Natur-Dokumentationen oder Konzerten können die Patientinnen und Patienten mit einer Fernbedienung selbst wählen.

Dr. Heiko Spank, Chefarzt der Klinik für Spezielle Orthopädische Chirurgie und Unfallchirurgie am Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum erklärt, wie die Videobrillen helfen: „Wir setzen alles daran, unseren Patientinnen und Patienten eine möglichst angenehme und sichere Atmosphäre zu bieten. Aus verschiedenen Gründen ist eine regionale Betäubung, also eine Spjnalanästhesie, bei den meisten endoprothetischen Eingriffen besser als eine Vollnarkose, denn dies ist schonender für den Kreislauf und die Operierten kommen meist schneller wieder auf die Beine. Dann haben jetzt unsere Patientinnen und Patienten mit der Videobrille die Möglichkeit, von der eigentlichen OP nichts mitzubekommen, obwohl sie wach sind – sondern entspannt im Film tolle Landschaften zu besuchen oder Ähnliches. Der Effekt auf die Zufriedenheit bei den Operierten ist beeindruckend.“

Schon seit 2018 ist das audiovisuelle Gerät am Vivantes Klinikum Am Urban im Einsatz. Die Chefärztin des Vivantes Brustzentrums Dr. Marion Paul sagt: Am Tag vor der OP fragen wir die Patientinnen, ob Sie die Brille nutzen möchten und lassen sie die Brille probieren, damit am OP-Tag alles gut abläuft. Die meisten nutzen die Brille schon im OP-Wartebereich und während des Eingriffs. Gut an der Brille aus Sicht von uns Operateurinnen und Operateure ist auch, dass die Patientinnen es trotzdem noch mitbekommen, wenn wir sie ansprechen.“

Das System ist komplett desinfizierbar und die Ohrstücke sind auswechselbar, so dass Hygieneregeln eingehalten werden können. 

 

Quelle: vivantes.de

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